1. Kontakt
  2. Rückruf
  3. Facebook

Organisation des Skibetriebs

Tipps zur Organisation und Kommunikation zwischen Lehrkraft und Schülern während des Skibetriebs.

Tipps zur Organisation und Kommunikation

Der Unterricht im alpinen Skisport stellt an Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler neue Anforderungen. Anstelle von geschlossenen Klassenräumen finden wir uns in der freien Natur wieder, die wechselnde Wetterverhältnisse mit sich bringt. Hinzu kommt ein häufiger Wechsel der Übungsgelände während der Praxiseinheiten.

Darum sollten nachfolgende Faktoren und Tipps zur Organisation und Kommunikation, die wir für Sie zusammengestellt haben, berücksichtigt werden.

Information und Kommunikation

Die Verständigung zwischen Lehrkraft und Schülerinnen und Schülern nimmt im Verlauf des Unterrichts eine wichtige Rolle ein. Daher ist es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler von Beginn an mit dem Vokabular vertraut gemacht werden. Zur optimalen Verständigung sollten folgende Regeln beachtet werden.

  • Die Ansage der Lehrkraft soll eindeutig und präzise formuliert sein
  • Jede Ansage soll nur einen Schwerpunkt aufweisen
  • Ziel oder Sinn der geforderten Übung müssen verständlich sein
  • Die Ansage muss eine schnelle Reaktion ermöglichen, lange Stehzeiten sind zu vermeiden

Organisation während des Übungsbetriebs

  • Stark befahrende Pisten meiden
  • Knappe, präzise Anweisungen geben
  • Anhalten nur am Pistenrand und an gut einsehbaren Stellen
  • Gruppe mit Blick zum Pistenbetrieb aufstellen lassen
  • Genaue Festlegung von Teilstrecken und seitlichen Begrenzungen
  • Abstände innerhalb der Gruppe festlegen, z. B. beim Abfahren im Nebel kurze Abstände
  • Reihenfolge bestimmen, vor allem Schlussläufer/-innen
  • Die Vollzähligkeit der Gruppe regelmäßig überprüfen
  • Wiederholt auf die FIS-Regeln hinweisen
  • Die Schülerinnen und Schüler für Gefahren und Gefahrenstellen sensibilisieren
  • Informationen über und Vertrautmachen mit der Organisation der Ersten Hilfe

Variationen der Organisation

Die Organisation sollte zielgemäß und den Anforderungen gerecht angepasst werden. Je nach Aufmerksamkeit und Schwierigkeitsgrad kommen folgende Möglichkeiten in Frage.

  • Vollstände Gruppe fährt hintereinander
  • Lehrkraft erklärt oder demonstriert, Schülerinnen und Schüler fahren einzeln auf Zeichen oder suchen sich einen Platz zum Üben
  • Abfahren in Kleingruppen
  • Beratungsservice an überschaubarem Platz

Aufstellungsformen

Auch hier kommt es darauf an, die Aufstellungsform individuell an Situation und Schülerschaft anzupassen.

  • Rudel: durcheinander mit Blickkontakt zur Lehrkraft
  • Linie: alle fahren nebeneinander
  • Reihe: alle fahren hintereinander
  • Gasse: zwei Linien gegenüber
  • Kreis: mit Blickkontakt zur Lehrkraft
  • Halbkreis: mit Blickkontakt zur Lehrkraft

Bei allem Bemühen um ideale Organisation und Kommunikation stehen an vorderste Stelle Sicherheit, Spaß und Erlebnis, um einen erfolgreichen Lernprozess zu erzielen. Daher sollte grundsätzlich auf eine gute und sicherheitsfördernde Atmosphäre geachtet werden, die durch einen offenen, wertschätzenden und persönlichen Umgang mit den Schülerinnen und Schülern geschaffen wird.

Hinweis: Die Ausführungen stützen sich auf den Textteil "Didaktik des Skiunterrichts" auf der DVD "Gleitsportarten – Alpine Gleitsportarten", herausgegeben (2003) vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, dem Bayerischen Gemeindeunfallversicherungsverband und der Bayerischen Landesunfallkasse.

Quelle: Feldhaus, Bernd (2012): Skifahren mit Schülerinnen und Schülern