1. Kontakt
  2. Rückruf
  3. Facebook

Zimmerverteilung

Verschiedene Möglichkeiten zur Zimmeraufteilung, so dass möglichst alle zufrieden sind.

Zimmerverteilung auf der Klassenfahrt: Umsetzungsbeispiele

Zu Beginn der Planung einer Klassenfahrt steht bei vielen Kindern die Zimmeraufteilung im Fokus aller Unsicherheiten. Niemand möchte aus seiner Clique gerissen werden und was ist mit Schülerinnen und Schülern, die keine Cliquen oder Freunde in der Klasse haben? In fast jeder Klasse gibt es Außenseiter. Eine Klassenfahrt bietet jedoch das Potential, sie in die Gemeinschaft zu integrieren.

Aufteilung durch die Lehrkraft

Es könnte so einfach sein: Die Lehrkraft bestimmt die Verteilung auf die Zimmer selbst. Wenn Sie Ihre Klasse gut kennen und sicher sind zu wissen, wer mit wem gut kann und wer ohne wen überhaupt nicht kann, ist das eine gute Methode: Freunde können Zeit miteinander verbringen, die Außenseiter mischen Sie clever unter und die Rabauken können Sie auf die Zimmer verteilen, um Chaos, Streiche und Exzesse zu unterbinden.

Doch möglicherweise sind die ehemals besten Freunde mittlerweile nicht mehr so dicke oder Sie sind neu in die Klasse gekommen und kennen die Verhältnisse noch nicht gut genug, um eine gute Entscheidung zu treffen. Wie gut, dass es noch andere Möglichkeiten gibt.

Das Losverfahren

Den Zufall entscheiden lassen ist sicherlich eine Methode, die bei der Sitzordnung im Klassenraum berechtigte Vorteile hat. Schließlich sollen sich alle Schülerinnen und Schüler untereinander kennenlernen und Quasselstrippen voneinander gelöst werden. Das schult die Sozialkompetenz, denn auch im Beruf kann man sich nicht immer die Kollegen oder gar den Chef aussuchen.

Doch Sitzordnung in der Klasse ist nicht gleich Zimmeraufteilung auf der Klassenreise. Auf einer Klassenfahrt verbringen die Schüler und Schülerinnen 24 Stunden am Tag miteinander, teilen sich Bad und Kleiderschrank und haben keine Gelegenheit sich zurückzuziehen. Daher ist es wichtig, dass sie sich wohlfühlen und kein Streit provoziert wird.

Bei einem Losverfahren können schnell ungute Grüppchen entstehen, z. B. Mobbing-Subjekt und Mobbing-Objekt. Zwar sind hier Konfrontation und Schlichtung dringend erforderlich, doch die Klassenfahrt ist hierfür die falsche Gelegenheit. Selbst wenn also das Los zurate gezogen wird, sollten noch weitere Aspekte in die Entscheidung der Zimmeraufteilung einbezogen werden.

Aufteilung den Teilnehmenden überlassen

Nicht immer umsetzbar, doch zumindest einen Versuch wert: Die Bettenanzahl pro Zimmer wird mitgeteilt und die Schülerinnen und Schüler machen unter sich aus, wer mit wem auf ein Zimmer kommt. Bei einer gut eingespielten Klasse kann das funktionieren, doch auch diese Methode birgt die Möglichkeit, dass Cliquen auseinandergerissen und Außenseiter nicht integriert werden. In solchen Fällen kann es hilfreich sein, eine große Clique (sofern vorhanden) teilweise aufzulösen und auf mehrere Zimmer zu verteilen, zusammen mit den übriggebliebenen Teilnehmern. Damit sind die Cliquen zumindest teilweise vereint und die Außenseiter haben Mitbewohner.

Aufteilung mit der Liste

Eine andere Möglichkeit ist die Zimmeraufteilung mit Hilfe einer Liste. Dazu fertigen Sie eine Tabelle an mit einer Spalte pro Zimmer (Bettenzahl angeben). Die Liste wird durchgereicht und alle Teilnehmenden tragen ihren Namen in eine Spalte ein. Sobald eine Spalte voll ist, muss ein neues Zimmer gewählt werden. Dies hat den Vorteil, dass Außenseiter sich nicht erst überwinden müssen, eine bestehende Clique um Asyl zu bitten.

In jedem Fall sollten Sie vor der Zimmeraufteilung klare Spielregeln festlegen. Machen Sie zum einen deutlich, dass die Zimmeraufteilung erst abgeschlossen ist, wenn für alle eine annehmbare Lösung gefunden ist. Niemand soll sich gedrängt fühlen. Außerdem sollten Sie verdeutlichen, dass Freunde einander (natürlich nur bis zur Bettruhe) auf den Zimmern besuchen können und der Tag sowieso nicht dort verbracht wird.

Machen Sie Ihren Schülerinnen und Schülern klar, dass die Klassenfahrt eine Chance bietet, auch Klassenkameraden kennen zu lernen, mit denen man vorher nicht viel Zeit verbracht hat, und dass die Klasse eine Gemeinschaft ist, zu der alle gehören. Manche Schüler und Schülerinnen neigen dazu, die Zimmeraufteilung etwas zu dramatisieren – dabei könnte doch alles so einfach sein!